Inversionswetterlage
Dezember 23, 2007
Die unendliche Gnade des Herrn ward uns zuteil in dieser Vorweihnachtszeit. Uns armen Klimasuendern, die wir erhitzen die Atmosphaere, die wir schaenden die Seele der Erde, uns Rheinlaender Bier-seeligen!
Von oben, und in der Nacht betrachtet (aus dem Flugzeug, im Anflug auf Duesseldorf – nicht als Engel! Duh!) ward der Niederrhein in ein samtiges Fell gebettet. Man berichtet mir von famosem Schneefall von bis zu 5cm in Duisburg und im grenznahen Baarlo, wo sich Kraftwerksdampf und Kohlenstaub zu einem Winterparadies zusammenschlossen.
Am naechsten Morgen dann: Weiss. Nichts als weiss. Ein helles weiss, heller, viel heller als das gewohnte, Kopenhagen-Winter-Grau!
Vage noch zeichnen sich die altbekannten Formen des heimatlichen Umfelds ab.
Als sich der Schleier (nur langsam) lichtet, erblicken wir fantastisches: Eine Welt aus Eis und Blau – als waer es wirklich Winter!




Uns, die wir das gottgegebene Gleichgewicht des Planeten wieder und wieder vergessen, die wir uns doch mit einem schweren Klimagewissen plagen, uns schenkte der Herr die Inversionswetterlage !
Ein Anfang
Dezember 18, 2007
Eine schöne Stadt muss ich sagen, hier ist einiges los. Man setzt auf Qualität. Auch eine ruhige Stadt kann man sagen, denn der gemeine Däne bevorzugt die heimischen vier Wände -Stichwort hyggelig- und richtet sich gerne erst einmal ein paar Monate ein bevor er sich vor die Tür wagt (ein Punkt welcher sich hinreichend durch die bloße Anzahl von kleinen Heimwerker- und Renovierlaeden in der Stadt belegt findet).
Im ueberbetragenem Sinne bin ich damit wohl diesem Beispiel gefolgt, und melde ich erst da nachdem ich mich knapp drei Monate hier eingelebt habe. Mittlerweile kenne ich mich ein bisschen aus, sehe mich sogar in der Lage, als Deutscher unerkannt eine Pizza oder ein Shawarma zu bestellen. Viel abwechslungsreicher ist der Mittagstisch dann auch nicht hierzulande – es sei denn man ist gewillt auf ein kühles Smørrebrød zurückzugreifen. Oder einen Burger. Und Haehnchenfleisch gibt es immer mit Bacon. Gesünder ist die traditionelle Knackwurst im Brötchen dann auch nicht. Ob man nun aber die geringste Lebenserwartung Europas auf die Ernährung, auf den enormen Bierkonsum oder das öffentliche Gesundheitssystem schieben möchte ist vielleicht doch eher Ansichtssache.
so viel fuers erste, macht irgendwie spass. Ich glaub damit mach ich bald weiter. Dann bein: hejkai.wordpress.com
Hilsen
++Kai

